Meine Errungenschaften von gestern


Ich hatte auch mein CD-Cover mit…



Ich hatte auch mein CD-Cover mit…

Aufgabe für die Schule: ein Selbstportrait. Und das für mich wo ich noch nie zeichnen und malen konnte.
Ich bekam professionelle Anleitung und habe damit eine wirklich tolle Skizze hinbekommen.

Für die Schule war diese aber nicht, weil da musste es eine Farbzeichnung (mit Wasserfarben) sein. Und das bei 16jährigen. Naja, habs ja überstanden.
Freundebücher früher und heute:


Das sind die neuen Freundebücher von Marco und Dario.

Das war mein Freundebuch: komplett handgeschrieben.
habe ich keine.
Ich habe an dem Tag überhaupt nichts mitbekommen, was anders gewesen wäre als in den Wochen zuvor: Demos, Proteste, Diskussionen.
Am nächsten Morgen in der Schule war Gesprächsthema Nr. 1: die Mauer ist offen. Wir können in den Westen. Wir dürfen uns die Visa abholen.
Genau das haben wir auch getan. Die Schlangen vor der Polizei waren enorm, aber das kannten wir ja schon. Nur dieses Mal könnte es vielleicht eines der letzten Male sein.
Um 16:00 Uhr schloss die Dienststelle. Nur eine bestimmte Zahl Menschen (sehr viele) durften noch rein, noch viel mehr Menschen warteten noch draußen und stellten sich genauso geduldig am nächsten Tag wieder an.
Genau vor mir sollte die Einlassgrenze sein. Aber da gab es einen netten Herren, der mich einfach als zu sich gehörend bezeichnete, und so durfte auch ich noch zu den Glücklichen gehören. Mit Stempeln in 3 Ausweisen (meine Eltern und ich) kam ich irgendwann wieder raus.
Bis wir unsere Visa aber das erste Mal wirklich genutzt haben, ist noch einige Zeit vergangen. Den Streß wollten wir uns dann doch nicht antun. Wir hatten ja nun genug Zeit.
Damals war ich gar nicht für diese Entwicklung, vor allem was die so schnell folgende Deutsche Einheit betraf. Natürlich wollte ich reisen und die vielen Annehmlichkeiten genießen, aber da wurden so viele Versprechen gemacht, die zu halten gar nicht möglich war.
Aber: ohne diese Entwicklung würde ich natürlich auch nicht da stehen, wo ich jetzt bin. Kein italienischer Mann, keine wundervollen Kinder, kein regelmäßiger Urlaub in meinem schon-immer-Lieblingsland Italien, kein Computer, kein Obst und Gemüse wie ich es will …
Deshalb freue auch ich mich jedes Jahr wieder über dieses historische Ereignis, auch wenn ich es nicht überschwänglich feiere.
Heute erzähle ich meinen Kindern, wie es früher war. Sehr vieles wissen sie schon, und immer noch mehr möchten sie wissen. Ein enormer Wissensvorsprung gegenüber den Gleichaltrigen hier, der sich hoffentlich irgendwann mal “auszahlen” wird.

Credits:
Kit Baroque von sokkiesspot.blogspot.com
Font: San Remo
Weil das Thema Fußball heute wieder aktuell war, habe ich auch was ausgegraben:
Annett war ca. 15, Freundin Bianca auch. Beide waren Dynamo Dresden Fan.
Zu jener Zeit gab es ein Oberliga-Spiel zwischen Energie Cottbus und Dynamo in Cottbus. Wir zwei haben Karten ergattert und durften alleine fahren. Mensch waren wir glücklich. Also GELBE (Dynamo-)Schals um den Hals und los.
Natürlich hatten wir Karten in der Cottbuser Fankurve bekommen. Aber das war uns egal. Wir jubelten für Dresden und gegen Cottbus, und Dresden hat ziemlich hoch gewonnen. Juhu!!!
Nur gut, dass das Thema Hooligans damals noch nicht so präsent war.
Ach übrigens, in dieser Familie wird ja eher für die Italiener gejubelt, zumal alle Deutschen raus sind aus der Champions League.
AC Milan hat doch noch 3:1 gegen Lyon gewonnen und ist damit im Halbfinale, Inter Mailand ist rausgeflogen. (Ätsch Franco!) Und morgen hoffen Marco und Dino auch noch auf Juve, obwohl die es wohl wirklich sehr schwer haben werden.
Ergänzung:
Juve hat es nicht geschafft und ist raus!
Ergänzung am 01.05.2006:
Diese Woche wird es wieder die Begegnung Cottbus-Dresden geben. Dieses Mal ist es wirklich schwer, sich für einen zu entscheiden.
Mein Herz hängt trotz vieler Jahre und tiefem Abstieg immer noch an Dresden. Dynamo braucht den Sieg auch, um nicht wieder in die Drittklassigkeit abzusteigen.
Aber wenn Cottbus gewinnt, sind sie sicher in die 1. Bundesliga aufgestiegen, so dass hier auch wieder eine “Ossi”-Mannschaft vertreten ist.
Mit einem Unentschieden ist keinem geholfen.
Und jetzt???
Ergänzung am 05.05.2006:
0:0. Ja irgendwie ist damit keinem von beiden so wirklich geholfen.
OK, Cottbus sollte im nächsten Spiel Offenbach besiegen KÖNNEN, aber…
Dresden spielt dagegen direkten Abstiegskampf gegen Ahlen. Hm…